1. Meinung

Monika Hartmann plädiert fürs Innehalten und Achtsamkeit

Religion : Mach mal Pause!

In der Schule schrillt nicht ohne Grund die Glocke, die die Pause einläutet. Pausen sind gut, um sich zu entspannen und um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Das Corona-Virus hat uns viele Pausen beschert. Pausen, die aber niemand von uns so richtig akzeptieren wollte, weil sie uns fremd waren. Was sollten wir mit der zu viel freien Zeit anfangen? Wir mussten uns erst einmal daran gewöhnen. Mehr Zeit für uns, für die Familie, aber auch eine neue Sicht auf die Dinge hatten nun Priorität: Die freie Zeit genießen, bei schönen Wetter im Garten sein, die Vögel beobachten, die Stille und den Duft der Blumen aufsaugen und damit dem Virus trotzen. Von Entspannung pur konnte dennoch keine Rede sein, weil wir nicht wussten, wie mit der Pandemie umzugehen ist. Mittlerweile haben wir gelernt das Virus mit bestimmten Regeln in unseren Alltag zu integrieren. Das entspannt.

Jetzt sind Ferien und Urlaub ist angesagt. Die Seele einfach baumeln lassen, nichts tun und unseren Gedanken freien Lauf lassen. Am Tag einmal eine Pause einbauen. Gemütlich einen Kaffee oder Tee trinken, ein Eis essen oder ein Gespräch mit den Nachbarn führen. Sich Zeit lassen zur Entschleunigung. Denn das lehrt uns die Coronazeit, achtsamer mit sich und der Schöpfung umzugehen. Schön wäre es, wenn wir diese Zeit hinüberretten in die Zeit nach dem Urlaub und nach Corona in unseren Alltag. Jesus hat auch immer wieder Pausen gemacht, um sich neu auf Gott auszurichten. Und Gott hat uns  einen Ruhetag geschenkt. Wir Christen bezeichnen diesen Tag als den Sonntag, den Tag des Herrn.

Gönnen wir uns eine Pause nicht nur einmal pro Woche, sondern mitten am Tag! Ich wünsche allen eine erholsame Ferien- und Urlaubszeit mit vielen Pausen.