Pfingsten hat es in sich

Glaube im Alltag : Pfingsten hat es in sich

Die erste Pfingstpredigt in der Apostelgeschichte des Neuen Testaments hat es in sich. Da wird von Gott gesagt: Ich gieße meinen Geist aus über alle … Eure Jungen werden Visionen, Eure Alten werden Träume haben … Eure Mägde und Knechte werden prophetisch reden.

Eine Zusage, die bleibt: Gottes Geist, die ruach (hebräisch), die Leben schaffende Ermöglicherin, atmet in jedem Menschen.Sie vermag junge Menschen zu beflügeln, Möglichkeiten zu denken und aufzustehen gegen das, was Leben behindert. So bringen junge Menschen das Wissen über den Klimawandel und seine Folgen auf die Straße. So gehen Menschen allerorten lokal und global diese Herausforderungen an, verändern sich, ihre Seh- und Verhaltensgewohnheiten, denken beruflich neu, leben privat anders, mit dem Maßstab: Was ist ressourcenschonend, nachhaltig? Was erhält alles Leben auf diesem Planeten, um der Nachkommen willen?

Gottes Geist vermag, alte Menschen zum Träumen zu bringen, nicht als weltfremde Träumer, sondern befreit sie von alten Ängsten und Zwängen. Sie denken über den Sinn des Lebens nach und sagen: So lange ich atme, lebe ich und mache mich für dieses Leben stark. Ich darf dabei einfach auch mal verrückt sein und etwas anders machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gottes Geist vermag Menschen zu ermutigen, aufzustehen gegen das, was sie unterdrückt und ihr Leben behindert. So nehmen Frauen die ureigenste Aufgabe von Prophetinnen wahr nach ihrem Vorbild Maria, die Gott besingt: Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Sie rücken Jesus und seine Botschaft ins Zentrum: Frauen sind gottebenbildlich gleichberechtigt in die Nachfolge berufen, biblisch bezeugt als Jüngerin, Apostelin, Diakonin, Gemeindeleiterin. So verkünden auch sie den Gott des Lebens. Pfingsten hat es in sich: Gottes ruach, Gottes Ermöglicherin, atmet in jedem Menschen, auch an diesem Pfingsten.