1. Meinung

GLAUBE IM ALLTAG: Sunday for future

GLAUBE IM ALLTAG : Sunday for future

Was kann ich tun, um etwas Wichtiges zu bewegen? Was ist überhaupt gerade wichtig … Greta Thunberg hat ihren Weg gefunden: Sie bestreikt freitags die Schule, um sich für den Klimaschutz einzusetzen.

Ganz ehrlich? Ich finde es gut, dass sie es nicht samstags tut, denn sonst hätte davon niemand auch nur eine Notiz genommen. Aber reicht das aus?

Beim Spazieren mit meinem Hund stoße ich immer wieder in Orten und in Wäldern auf viel achtlos weggeworfenen, sprich fallen gelassenen Müll. Ich werfe ab sofort freitags keinen Müll mehr in die Landschaft (auch nicht aus dem Autofenster), und wenn das alle so machten, wäre schon ein Siebtel weniger Müll im Gelände. Von der Idee war ich so fasziniert, dass ich noch angehängt habe, freitags auch keinen Coffee to go mehr zu kaufen – in Bechern, die monatelang hergestellt und transportiert werden für eine knapp fünfminütige Lebensdauer. Ach ja, und Restaurantbetriebe mit hohem Plastikaufkommen werde ich freitags künftig auch bestreiken.

Nur freitags?, wurde ich gefragt. Na gut, wer das öfter so halten kann, soll es gern öfter machen. Aber es gibt ja auch noch andere Wege, sich für ein auch zukünftig und für kommende Generationen lebenswertes Leben einzusetzen. Einer davon ist die Europawahl in 2 Wochen. „Europapolitik geht uns Protestanten etwas an“, heißt es in der EKD-Handreichung. Auch die katholische Kirche ruft zur Stimmabgabe bei der Europawahl auf. Hier geht es um die Durchsetzung EU-weiter Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Klimaschutz, Energiepolitik, für ein soziales Europa, für höhere Lebensqualität in Städten und ländlichen Räumen, sprich für ein am gerechten Frieden orientiertes Europa. In 2 Wochen zählt „sunday for future“. Und: Jede Stimme zählt, da es bei der Europawahl keine Sperrklausel gibt. Sie haben die Wahl!