Trost und Gottes Zuwendung erfahren

GLAUBE IM ALLTAG : Trost und Gottes Zuwendung erfahren

Wenn auch meine Kräfte schwinden und mein Körper mehr und mehr verfällt, so gibt doch Gott meiner Seele Halt. Psalm 73,26


Trost gibt Kraft

Unverhofft kann einer an seine Grenzen kommen – beim Tod eines lieben Menschen zum Beispiel, beim ärztlichen Befund einer sehr schweren Krankheit, beim Verlust des Arbeitsplatzes oder beim zwingenden Wechsel des Wohnorts. Untröstlich ist mancher, der erlebt, dass sich ein Freund oder Freundin trennt oder ein Ehepartner eine neue Beziehung reizvoller findet als seine Ehe.

Der zurückbleibende Partner ist fassungslos trostlos. Er ersehnt Hilfe, sucht Trost. Trost ist ein deutsches Wort, dass sich in anderen Sprachen nicht wiedergeben lässt.

Es erwuchs aus seinen germanischen Wurzeln und ist Ausdruck für eine Kraft, die den Getrösteten wieder stark und fest macht. Trost empfange ich von dem, dem ich vertrauen kann, der mir in Treue verbunden ist. ER reißt mich aus meiner Trostlosigkeit und macht mich getrost. Niemand kann das besser als Gott.


Wie man Gottes Zuwendung
erfährt

In der Bibel wird wiederholt darauf hingewiesen, dass Gott tröstet. Schon in frühester Zeit hat das ein Mann namens Asaph erlebt. Asaph hatte viel Bitteres, Enttäuschendes und Entmutigendes erfahren. Und das, obwohl er ein an Gott glaubender Mensch war. Fast hätte er seinen Glauben aufgegeben. Er entschied sich jedoch dafür, von Gott abhängig zu bleiben.

Das war gut so. Gott ließ den Bedrängten, der ihm so fest vertraute, erfahren, dass er sich um Leib und Seele kümmert und dass er dem Trostlosen neuen Mut und neue Kraft schenken will (Psalm 73,26). Wer in der Glaubensverbundenheit mit Jesus Christus lebt, kann diese Zuwendung Gottes noch viel stärker erfahren.
Wenn dein Herz leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn (Franz von Sales).