Glaube im Alltag : Unterwegssein und ankommen

Glaube im Alltag : Unterwegssein und ankommen

Viele sind unterwegs in ihrem Leben und hoffen anzukommen. Manchmal stellt sich die Frage, wie, wo und mit wem wollen wir ankommen. Ins Auto setzen und losfahren ist die eine Sache.

Das Ziel steht fest. Dann aber haben wir den Wunsch, ein neues Lebensziel anzusteuern und ahnen nur den Weg. Kennen Sie diese Sehnsucht?

Vor Zeiten machte sich Offerus auf zu dem neuen Ziel, dem mächtigsten Herrscher zu dienen. Er begann ihn zu suchen. Er fragte viele Menschen nach dem Weg, fand den Allmächtigen aber nicht. Nach langer Reise traf er einen Einsiedler. Dieser riet ihm Gott zu dienen. „Wie kann ich Gott dienen, wenn ich nicht weiß, wie, und er mir nicht sagt, was ich tun soll!“, sagte Offerus. Der Einsiedler erklärte: „Hier in der Nähe wohnt ein Fährmann. Er ist alt, du kannst seinen Dienst übernehmen und die Menschen über den Fluss tragen“. Fortan trug Offerus die Reisenden über den Fluss. Eines Tages trug er einen Menschen, der sehr leicht war. Je tiefer er in die Furt stieg, desto schwerer wurde er. In der Mitte des Flusses keuchte Offerus und sagte: „Du bist so schwer, als hätte ich die Last der ganzen Welt zu tragen“. Dieser antwortete: „Ja, so ist es, denn ich bin Jesus, der Heiland und trage die Last der ganzen Welt.“ Am anderen Ufer setzte Offerus ihn ab, worauf dieser zu ihm sagte: „Du hast Christus getragen, von jetzt an sollst du Christopherus, Christusträger, heißen“. Hier wurde einem Menschen nach einer Gottesbegegnung ein neuer Name gegeben, so wie auch aus Abram Abraham und aus Jakob Israel wurde. Alle hatten sich in neue Welten aufgemacht, um neue Ziele zu finden und haben Gott gefunden. Sie sind angekommen. Ich nehme an, Sie sind auch unterwegs, um „gut anzukommen“. Ich wünsche Ihnen Gottes Begleitung.