1. Meinung

Volkstrauertag 2018

Glaube im Alltag : Volkstrauertag 2018

 „Könnt ihr etwas mit dem Begriff ,Erinnern’ anfangen?“, so meine Frage an die  Firmjugendlichen.

„Klar, es gibt angenehme und schlimme Erinnerungen.“, „Mir fallen oft die unangenehmen Dinge zuerst ein. Der erste Liebeskummer, das Begräbnis meiner Oma.“, „Ich erinnere mich an wichtige Ereignisse in meinem Leben: an Geburtstage, meinen Urlaub in Italien, die tolle Oktoberfete letzten Monat.“ „Bei mir sind es die religiösen Feste wie  Nikolaus, Weihnachten und Ostern.“ „Manche Erinnerungen möchte ich am liebsten vergessen, andere krame ich immer wieder raus, weil ich mich nochmals darüber freue.“

„Ok, ich sehe, ihr habt verstanden. An Volkstrauertag steht eine Erinnerung an, die euch nicht persönlich, sondern als Gesellschaft, als Volk betrifft. Wie sieht es denn in diesem Fall mit -Erinnerung- aus?“

„Anders, denn hier gedenken wir der Opfer zweier Weltkriege, des Nationalsozialismus und deren Folgen. „Genau, es geht um Krieg und um Gewalt.“ „Eigentlich geht es darum, dass das Töten immer noch einen zu großen Raum in unserer Welt einnimmt, obwohl alle es besser wissen müssen.“ „Für mich geht es um die Erkenntnis, heutige Macht und Unrechtsysteme kritisch zu sehen und dafür zu plädieren, diese zu beenden.“ „Ich sehe das so indem dieses Erinnern jährlich wiederholt wird, sollen Fehler von gestern morgen vermieden werden.“

„Spielt euer Glaube dabei eine Rolle?“

 Daniele Steil, Glaube im Alltag
Daniele Steil, Glaube im Alltag Foto: TV/privat

„Willst du hören, dass Jesus Vorbild und  Grundlage zum Friedensstiften ist?“ „Vielleicht.“ „Ja, dann würde ich sagen, es gibt auch heute noch mehr als genügend Gelegenheiten, Jesus nachzueifern, ob als Konfliktlöser oder Friedensstifter. Und es schadet sicher auch nichts, sich immer mal wieder daran zu erinnern.“