Glaube im Alltag: Vorsätzlich Frieden

Glaube im Alltag : Vorsätzlich Frieden

 Am Jahresende bewegen uns Menschen viele Gedanken. Wie war dieses Jahr? Rückblickend geben wir ihm eine Wertung, ein gutes oder ein verfluchtes Jahr … Unsere Gedanken richten sich auf das kommende Jahr.

Noch liegt es vor uns wie ein leeres Buch, die erste Seite unbeschriftet. Vielleicht haben wir grobe Ideen, worum es in diesem neuen Buch „2019“ gehen soll. Wir haben Wünsche, aber auch Sorgen. Und wir haben Vorsätze. Sie beginnen meist mit „ich will aufhören mit ...“ und hören oft selbst schon am 5. Januar auf.

Die Kirchen setzen ein biblisches Wort über ein ganzes Jahr, eine Losung. Aus einer Schale mit vielen Bibelworten wurde dieser Spruch tatsächlich gelost. Aber diese Losung kann auch wie so ein Vorsatz sein. Und dieser Spruch soll uns das ganze Jahr begleiten, immer wieder sollen wir uns an ihn erinnern. Die Losung, die die Kirche über das kommende Jahr 2019 stellt, kommt aus dem 34. Psalm: Suche Frieden und jage ihm nach.

Also, wir sollen uns vorsätzlich um Frieden bemühen. Das ist oft gar nicht einfach. Wir haben dafür noch nicht einmal eine ausgereifte Sprache. Wie klingt denn das? „Wir kämpfen für den Frieden“ - oder „Wir jagen dem Frieden nach“. Wir wissen von klein auf, wie man Krieg spielt, aber kein Mensch weiß, wie man Frieden spielt. Und dabei wäre doch „ein bisschen Frieden“ gar nicht so verkehrt. Aber unser Bemühen um Frieden ist oft noch sehr kriegerisch angehaucht.

In diesem Jahr begleiteten uns viele Erinnerungen an Krieg und Frieden – und eine Erkenntnis blieb danach stehen: Frieden schaffen kann ich nur dann, wenn ich mit mir selbst und mit Gott Frieden geschlossen habe. Wie wäre es, wenn wir uns wenigstens das zu diesem Jahreswechsel vornehmen: Ich schließe Frieden mit dem ablaufenden Jahr. So wünsche ich Ihnen Frieden und alles Gute für 2019!