Glaube im Alltag: Was soll ich glauben?

Glaube im Alltag : Was soll ich glauben?

Glaubenskritische Menschen äußerten früher schonmal „ich glaube nur, was ich sehe“. Ich finde das gut: mit den Sinnen abzugleichen, was uns „zu glauben“ angeboten wird.

Wenn ich mir die letzten Monate vor Augen halte, schießen mir Ergänzungssätze durch den Kopf: Ich glaube nur, was ich höre. Ich glaube nur, was ich lese. Schwarz auf Weiß, das hat Gewicht. Oder?

Ich war letztens in einer Zaubershow, und da habe ich Dinge zu sehen bekommen, die ich irgendwie gar nicht glauben kann. Stimmt.

Ist es nicht mit dem Hören und dem Lesen ähnlich?! Ist es wirklich immer so einfach zu entscheiden, was ich glauben kann und soll, und was nicht. Gibt es nicht auch Wortzauberer, die uns Dinge per Ohr glauben lassen können, die – bei Licht betrachtet – gar nicht wahr sein können?

Klimawandel ja oder nein, menschengemacht ja oder nein. Und viele, viele andere Dinge.

Heutzutage werden uns doch in vielerlei Fragen ganz viele Wahrheiten angeboten, und wir sind ein ums andere Mal verunsichert, welcher der Seiten wir nun glauben können, zumal Redner und Gegenredner für ihre Sicht der Dinge auch Belege vorbringen können.

Auf die Frage, was ich eigentlich glauben soll, gibt es zwei Antworten, eine biblische und eine menschliche.

Biblisch heißt es: Jesus Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. (Joh 14,6) Ich bin die Wahrheit. Alle anderen Wahrheiten sind allesamt nur Teilwahrheiten. Vorübergehende Meinungen, Trends die „in“ sind.

Die menschliche Antwort ist eigentlich eine Gegenfrage: Was will ich eigentlich glauben? Was will ich hören, was will ich sehen?

Jeder Mensch hat eigentlich eine Antenne, auf der nur bestimmte Frequenzen empfangen werden. Die, die zu meinem „Programm“ passen. Wir sollten es uns öfter klar machen, dass wir nur glauben, was wir glauben wollen.

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