1. Meinung

Kiffen verboten

Kiffen verboten

In Luxemburg wird mal wieder hart durchgegriffen. Die Ackerbauschule in Ettelbrück war schon im vergangenen Jahr nach den Sommerferien mit spontanen Drogentests aufgefallen, weil Schüler immer wieder bekifft gewesen sein sollen.

In zwei Klassen wurde 14 Schülern Cannabis-Konsum nachgewiesen. Im Urin. Die Klassen mussten zuvor geschlossen Urinproben abgeben. Wobei sich einige schnell in einen Topf mit den Cannabis-Konsumenten geworfen fühlten … Ein paar andere fürchteten, dass die als Kiffer entlarvten Mitschüler auch im praktischen Unterricht an der Motorsäge immer zugedröhnt durch den Wald rennen könnten. Und natürlich sorgte sich am Ende die Öffentlichkeit, dass solche Horrorszenarien durch kontinuierlichen Einsatz weicher Drogen im Hirn irgendwann tatsächlich zu blutigen Unfällen führen könnten. Das ist glücklicherweise noch nicht passiert, einen ersten Schulverweis gab es inzwischen aber doch. Offenbar war die Schulleitung der Auffassung, dass man ungewollte Kettensägenmassaker besser verhindert, indem man Schüler, die bekifft im Unterricht erscheinen, von der Schule wirft. Das klingt irgendwie verständlich. Erstaunlich hingegen, dass die Luxemburger Polizei jüngst erklärte, dass bei ihrer Präventiv-Arbeit in den Schulen immer wieder auffällt, dass viele Jugendliche gar nicht wissen, dass Besitz, Handel und Konsum von und mit Marihuana im Ländchen verboten sind. Tja, wie sollen die Kids sich da ans Gesetz halten? Es wird ihnen doch nicht etwa egal sein …?