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Garten
Kohl bietet viele Vorteile

Kathrin 
Hofmeister
Kathrin Hofmeister FOTO: TV / Kathrin Hofmeister
Da ist er und steigert die Vorfreude. Wie jedes Jahr wird man dem Schatzkästchen der Überraschungen so einiges entnehmen. Und ich meine jetzt nicht den Adventskalender. Von Kathrin Hofmeister

Die Rede ist vom Nutzgarten mit seinem Wintergemüse. Ein bisschen Adventskalendercharakter haben die Beete mit ihren letzten Lauchstangen und dekorativen Kohlarten aber doch. Denn so wie man mit dem Türchen mit der Nummer eins beginnt, erntet man die kälteempfindlichsten Arten zuerst. Palmkohl beispielsweise erfriert schon bei eisigen Winden leicht.

Der schmuckhafte Kohl mit den schmalen, blaugrünen Blättern kommt als erster dran. Mit dem Ernten des Grünkohls wird man dagegen, wie einer der dem Öffnen des 24. Türchens entgegenfiebert, noch etwas warten. Bekanntermaßen werden die herben Blätter des Winterkohls umso milder im Geschmack, je länger er kühlen Temperaturen ausgesetzt ist. Dabei muss es nicht in den frostigen Bereich gehen. Temperaturen unter sieben Grad Celsius reichen aus.

Das gilt auch für Rosenkohl. Ganz Schlaue – das sind solche, die schon als Kind vorwitzig Türchen geöffnet, die Schokolade entnommen und das Kästchen wieder unauffällig verschlossen haben – meinen, sie könnten den Kälteeffekt durch Einfrieren nachahmen.

Das stimmt aber nicht: Kohl braucht die Einwirkung der Natur. In der Kühltruhe fehlt ihm der Impuls Zucker einzulagern, der für das spezielle Aroma sorgt. Hat Rosenkohl genügend Zucker eingelagert, lässt er sich übrigens sehr gut einfrieren. Allerdings nicht roh. Man blanchiert die Röschen für etwa fünf Minuten.

Bis geerntet wird, lieben es viele Wintergemüse, wenn sie noch einmal mit Erde angehäufelt werden. Außer besagten Kohlarten gehört auch Zuckerhut dazu.