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Kommentar: So schnell sind Gerüchte, so gefährlich können sie sein

Meinung : Schon gehört?

Geschwätz, Gerüchte und das, was der Eifeler „dummen Verzäll“ nennt: Daran fehlt es uns echt nicht.

Schon gehört? Bestimmt. Nicht immer ist da was dran, das einzig Reale sind oft nur Häme und Rücksichtslosigkeit aufseiten der Verbreiter. Und manch einer, der sonst wenig erlebt, sonnt sich dann in der gefühlten Kurzzeitwichtigkeit. Motto: Ich weiß was, ihr nicht.

Hin und wieder machen wir das alle. Ist ja auch ein Spaß. Und harmlos, solange es in dem Kämmerlein bleibt, in dem es erzählt wird. Wer nie getuschelt hat, der werfe den ersten Stein. Und wer ohne jeden Fehltritt (Achtung, Gerüchtgefahr!) durchs Leben zu schreiten glaubt, soll mal seine sauberen Füße herzeigen.

In den meisten Fällen kann einem piepe sein, was so erzählt wird. Aber nicht in allen: Dann führt die breit gestreute Gerüchtegülle zu tiefen Verletzungen bei denen, die ihr Ziel und Objekt sind. Und manchmal kann das Existenzen gefährden. Selbst bei denen, die – wie im geschilderten Fall – vorbildlich gehandelt haben. Aber es gibt Menschen, denen passt selbst das nicht.

f.linden@volksfreund.de