1. Meinung

Kommentar zu CO2-Messgeräten an Grundschulen in Hermeskeil

Meinung : Lobenswerter Ansatz – aber warum erst jetzt?

Dass die Verbandsgemeinde jetzt ihre Grundschulen weiter gegen die Pandemie aufrüsten will, ist ein guter Ansatz – der allerdings ziemlich spät kommt.

Es wird höchste Zeit, dass die Luftmessgeräte für die Grundschulen beschafft werden. Denn die jüngeren Kinder, die sich noch nicht gegen Corona impfen lassen können, müssen besonders geschützt werden. Dabei ist gut, dass auf eine Lösung gesetzt wird, die den Lehrern etwas Druck nimmt: Sie müssen nicht mehr permanent das Lüften im Hinterkopf haben. Auch im Hinblick auf die Kinder selbst sind die Messgeräte sinnvoll. So können die Grundschüler nachvollziehen, warum zu einem bestimmten Zeitpunkt gelüftet werden muss – sie sehen es ja selbst.

Allerdings stellt sich die Frage: Warum erst jetzt? Natürlich ist es schön, wenn der Bund möglicherweise die Hälfte der Kosten für die Messgeräte übernimmt. Betrachtet man die Ausgaben einer Verbandsgemeinde allgemein, dann wären die Luftmesser aber auch ohne Förderung nicht gerade teuer. Geht man vom Preis des Beispielgeräts aus, würden sie für alle Klassenzimmer rund 9500 Euro kosten. Das hätte auch schon früher investiert werden können und nicht erst zwei Wochen nach Beginn des zweiten vollständigen Corona-Schuljahres – vor allem, weil die Geräte ja auch noch beschafft werden müssen und gerade eine hohe Nachfrage herrscht. Bleibt zu hoffen, dass die Verbandsgemeinde Glück hat und es trotzdem schnell geht.

v.koeniger@volksfreund.de