Kommentar zum Religionsunterricht: Lasst die Schüler voneinander lernen!

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Selten war ein Unterricht, in dem Werte und Normen vermittelt werden, wichtiger als momentan. Deswegen sollte genau darauf der Fokus liegen – und nicht auf Glaubenslehre, Bibelversen und Feiertagen. Der Name „Religionsunterricht“ und damit auch die Trennung in katholischen, evangelischen und Ethik sollte abgeschafft werden.

Denn die Werte, die Schüler lernen müssen, sind religionsübergreifend. Toleranz und Akzeptanz zum Beispiel lernen sich besser, wenn Kinder verschiedener Religionen zusammen unterrichtet werden. Nach dem Motto: „Zeig mir deine Welt, ich zeig dir meine.“ Auch das Verstehen der jeweils anderen Religion gelingt im Austausch miteinander besser.

Der Name „Religionsunterricht“ trifft dann nicht mehr, was vermittelt wird, und sollte ersetzt werden. Mit „Leben und Gesellschaft“ hatte Luxemburg eine gute Idee. Den Inhalt von Religion zu lernen wird deswegen nicht unwichtiger. Glaubenslehre, Bibelverse und Feiertage sollten weiterhin gelehrt werden – von den Kirchen.

c.thome@volksfreund.de