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Meinung
Alle Hundehalter brauchen einen Führerschein

FOTO: klaus kimmling / TV
Kaum ist es wieder zu einer tödlichen Attacke mit einem sogenannten Kampfhund gekommen, wird reflexartig reagiert. Es wird nach schärferen Gesetzen gerufen. Ein Zuchtverbot bestimmter Rassen wird gefordert. Auch die Tötung aller als gefährlich eingestuften Hunde steht dann oft im Raum. Von Bernd Wientjes

Man muss nicht der Meinung des Landesvorsitzenden des Tierschutzbundes sein, der die meisten Kampfhunde als kinderlieb bezeichnet. Aber in einem Punkt hat er recht: Der Mensch macht Hunde zu Kampfhunden. Viele Halter sind mit ihren Tieren überfordert. Und massige Hunde wie Pitbull Terrier erfordern sicherlich eine stärkere Hand und ein größeres Wissen über den Charakter des Hundes als vielleicht ein Dackel. Letzlich kann auch ein Schäferhund – bei falscher Erziehung – zu einem Kampfhund werden. Und die Statistik zeigt, dass diese Hunde öfter Menschen beißen als die sogenannten Kampfhunde.

Daher kann die Forderung nach den jüngsten Attacken nur lauten: Es muss einen verpflichtenden Hundeführerschein geben. Und zwar für alle Hundebesitzer.

b.wientjes@volksfreund.de

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