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Meinung
Die Landes-CDU glüht nicht mehr für ihre Chefin

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Kommentarfoto_Schlecht.pdf FOTO: TV / klaus Kimmling
Und der Gewinner heißt ... Christian Baldauf. Von politischen Gegnern gerne unterschätzt, steht die CDU-Basis hinter dem Pfälzer, der  mit einem deutlich besseren Ergebnis als Julia Klöckner mit Rückenwind aus dem Parteitag geht und die Delegierten mitzureißen wusste. Von Florian Schlecht
Florian Schlecht

Anders als Ministerin Klöckner hat Baldauf auch künftig die nötige Distanz zum bundespolitischen Berlin, um chaotische Zustände dort offen benennen zu dürfen. Bei Klöckners Ergebnis zeigt sich wiederum der Frust der Basis über die Bundespolitik. Spätestens mit dem Wechsel nach Berlin glüht die Landes-CDU, deren Leidenschaft schon nach der verlorenen Landtagswahl 2016 abgekühlt war, nicht mehr für ihre Chefin. Das enttäuschende Ergebnis dürfte es Klöckner unmöglich machen, 2021 erneut im Land anzutreten, zumal viele Delegierte eine jahrelange Härtepartie zwischen Berlin und Mainz stören dürfte. Da der hochtalentierte Generalsekretär Gensch in seinem neuen Amt noch reifen soll und mehr rhetorischen Schliff braucht, heißt der Favorit für die Spitzenkandidatur umso mehr ... Christian Baldauf. 

f.schlecht@volksfreund.de