Die Macht des Geldes

Die Macht des Geldes

Mitt Romney gegen Barack Obama. Wer nun darauf wetten möchte, dass sich diese beiden Politiker am 6. November beim Duell um die Präsidentschaft in die Augen sehen werden, kann gestrost seinen Einsatz platzieren.

Denn alles spricht dafür, dass der Republikaner nach den beiden Auftaktsiegen in Iowa und New Hampshire nun auch die nächsten beiden Hürden in South Carolina und Florida nehmen und damit den Konkurrenten so gut wie uneinholbar davoneilen wird.
Rein rechnerisch wäre nach dem aus europäischer Sicht kompliziert anmutenden US-Vorwahlsystem und der Wahlmänner-Verteilung zwar auch nach vier Romney-Siegen weiter alles möglich. Doch nun kommt der so wichtige Faktor Geld ins Spiel. Denn die finanzielle Stärke hat im amerikanischen Wahlkampf, dessen Ausgaben alle vier Jahre in neue Höhen steigen, schon immer das Durchhaltevermögen der Bewerber direkt beeinflusst.
Zwar hat Mitt Romney in New Hampshire mit 39 Prozent noch nicht einmal die Hälfte aller Stimmen erreicht - aber das liegt vor allem daran, dass die verbliebenen fünf Konkurrenten weiter mit aus dem Wählertopf schöpfen. Doch Spender orientieren sich auch gerne daran, welcher Kandidat wie ein potenzieller Sieger aussieht. Hier hat der Multimillionär Romney neben seinem persönlichen Reichtum einen großen Vorteil, der ihm nach allen Erfahrungen der Geschichte weiteren Aufwind verschaffen wird. Und: Keinem anderen Konservativen traut die Republikaner-Basis derzeit offenbar zu, Obama schlagen zu können.
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