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Meinung
Ein sicheres Gefühl

Rolf Seydewitz TV-Foto: Klaus Kimmling
Rolf Seydewitz TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus kimmling / TV
Trier. Was haben die positiven Zahlen zur Kriminalstatistik, die das Trierer Polizeipräsidium vermeldet, zu bedeuten? Von Rolf Seydewitz

Sicher. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, wer überfallen oder ausgeraubt wurde, dem muss niemand mit dem Verweis auf die vermeintlich tolle Kriminalstatistik kommen. Er wird das Gefühl haben, nicht richtig beschützt worden zu sein und in einer unsicheren Gegend zu leben. Das ist verständlich und würde wohl jedem von uns so gehen, der so etwas erlebt hat.

Und trotzdem: Der Trierer Polizeipräsident und mit ihm alle  Polizisten können auf die Statistik zu Recht ein wenig stolz sein. Die Zahlen zeigen, dass es sich in der Region deutlich sicherer leben lässt als anderswo. Das wird die Bürger freuen und auch beruhigen, wenn rechte Rattenfänger mal wieder Gegensätzliches behaupten. Die vergleichsweise niedrige Kriminalitätsrate ist aber auch ein Standortfaktor, auf den ansiedlungswillige Unternehmen oder umzugswillige Bürger schauen, selbst wenn Themen wie Ärztedichte, Breitbandausbau oder Verkehrsinfrastruktur eine größere Bedeutung haben mögen.

Wichtig ist, dass möglichst viele Bürger ein sicheres Gefühl haben. Dann ist jede Statistik am Ende zweitrangig.