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Meinung
Erinnerungen werden wach

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Berlin. Die Pannenserie im Fall Amri, die der Bundestag nun aufklären will, gemahnt in vielerlei Hinsicht an die Versäumnisse der Behörden im Umgang mit den NSU-Terroristen. Von Hagen Strauss

Personell lassen sich im Fall des Attentäters vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, wohl keine Konsequenzen mehr ziehen. In Nordrhein-Westfalen, wo die Pannenserie rund um Amri begann, regiert die SPD nicht mehr, deren damaliger Innenminister Ralf Jäger politisch verantwortlich für das Versagen gewesen ist.

In Berlin, wo die Ermittler den bekannten Gefährder aus den Augen ließen, ist CDU-Innensenator Frank Henkel abgewählt worden. Und im Bund verabschiedet sich derzeit Innenminister Thomas de Maizière.

Insofern muss es für den U-Ausschuss vor allem darum gehen, Schwachstellen zu identifizieren, die es in der Zusammenarbeit von Bund und Ländern ohne Zweifel gegeben hat.

Vieles erinnert im Fall Amri an den NSU-Komplex. Auch damals waren die miserable Kooperation von Landesbehörden und die fehlende Kommunikation die Bedingungen dafür, dass das rechte Terrortrio unerkannt morden konnte. Aus ähnlichen Gründen wurde Amri nicht dingfest gemacht.

Vielleicht gelingt es den Abgeordneten sogar, noch nicht erkannte Fehler ans Tageslicht zu fördern. Ebenfalls wie beim NSU-Terror.


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