1. Meinung

Kommentar zu Hermeskeiler Pläne für Inklusions- und Integrationsbeauftragte

Kommentar : Zwei unterschiedliche Ansätze sind gefragt

Die Hermeskeiler Stadtbürgermeisterin hat zwei wichtige Themen angestoßen. Und offensichtlich erkennen auch die anderen Stadtpolitiker den Bedarf, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die unter der oft mangelnden Barrierefreiheit in Hermeskeil leiden, noch mehr zu unterstützen.

Die Diskussion im Ausschuss hat aber auch deutlich gemacht, dass wohl unterschiedliche Herangehensweisen sinnvoll sind.

Beim Thema Inklusion braucht die Stadt jemanden, der eng an ihre Gremien angebunden ist, der ihre wichtigsten Bauprojekte kennt und begleitet und auf die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen hin abklopft. Dasselbe gilt für die Vorbereitung von Veranstaltungen. Ein ehrenamtlicher Beauftragter könnte das sicher gut leisten. Er oder sie müsste aber logischerweise direkt bei der Stadt angesiedelt sein und nicht beim MGH, wo es vermutlich ohnehin gar keine personellen Ressourcen für eine so zeitintensive Begleitung gäbe.

Etwas anders sieht es bei dem gewünschten Ansprechpartner für Familien mit Migrationshintergrund aus. Für einen allein scheint diese Aufgabe kaum zu bewältigen. Da ist der Hinweis auf den runden Tisch Asyl und dessen vielfältig engagierte Akteure absolut richtig. Gemeinsam mit ihnen sollte sich ein Weg finden lassen, auch mit denjenigen Familien in Kontakt zu treten, die nicht über Kitas, Schulen oder die Angebote des Mehrgenerationenhauses erreicht werden können.

c.weber@volksfreund.de