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Kommentar zu neuen Buslinien im Hunsrück

Kommentar : Neue Buslinien mit Weitblick konzipiert

Die neuen Buslinien im Kreis Birkenfeld sind auch für die Nachbarkommunen eine Bereicherung. Ebenso für das Nationalparktor am Erbeskopf. Die Neukonzeption der Linien ist ein gelungenes Beispiel für einen ÖPNV, der die tatsächlichen Wege und die wichtigsten Ziele der Fahrgäste innerhalb der Region im Blick hat.

Kommentar zu neuen Buslinien im Hunsrück
Foto: TV/Schramm, Johannes

Hier haben zwei benachbarte Verkehrsverbände gut und an den Lebenswirklichkeiten der Nutzer orientiert sinnvoll zusammengearbeitet. Für ein Naturschutzgebiet wie den Nationalpark Hunsrück-Hochwald war es zudem bislang nicht unbedingt ein Aushängeschild, dass die Besucher mangels Alternativen vorwiegend mit dem Auto dort anreisen. Die neuen Verbindungen nach Trier, Neubrücke und Idar-Oberstein bieten nun zumindest die Chance, den Zug und von dort dann den Bus zu nutzen.
Für eine wirkliche Verkehrswende weg vom Auto, das gerade im ländlichen Raum schlicht meist das schnellste und bequemste Transportmittel ist, bleibt der Fahrpreis aber wohl vorerst noch ein Hemmnis. Natürlich üben die hohen Spritpreise aktuell Druck auf die Verbraucher aus, und es gibt günstige Monats- und Jahreskarten für den ÖPNV. Aber wer noch kein Buskunde ist, übers Umsteigen nachdenkt und das Ganze erst einmal testen will - den könnten fast 20 Euro für eine Fahrt von Thalfang nach Trier und zurück eher abschrecken. Der Erfolg des Neun-Euro-Tickets zeigt, in welche Richtung es da eigentlich künftig gehen müsste. Das zu finanzieren, bleibt wohl der zentrale Knackpunkt.
c.weber@volksfreund.de