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Kommentar zu Verzögerungen bei Glasfaserausbau in Hermeskeil​

Kommentar : Etwas mehr Transparenz für die Kunden kann nicht schaden

Der Glasfaserausbau in Hermeskeil ist ein Projekt mit anspruchsvollen Dimensionen. Fast überall im Stadtgebiet müssen Bürgersteige und Straßendecken aufgerissen werden, um insgesamt 56 Kilometer an Leitungen im Boden zu versenken.

Dass es da schon mal hakt und Nachfragen von Anwohnern geben kann, ist sicherlich nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist, dass die Verwaltung und auch Firmenvertreter vor Ort ansprechbar sind, damit sie aufklären oder bei Bedarf Probleme beheben können.

Was die anvisierte Bauzeit betrifft, hat die in der Region vor 2021 noch nicht tätig gewordene Glasfasergesellschaft UGG offensichtlich die lokalen Gegebenheiten und Witterungsbedingungen im Hochwald unterschätzt. Diese unterscheiden sich dann doch deutlich von der Mosel-Region, wo die UGG ihre ersten Projekte umgesetzt hat. Aktuell scheint der Ausbau allerdings auf Hochtouren zu laufen. Fast täglich wird im Hermeskeiler Stadtgebiet ein Graben geschlossen und an anderer Stelle ein neuer geöffnet.

Der UGG nicht anzulasten ist sicher die Verzögerung durch den laufenden Antrag bei der Deutschen Bahn. Dass hier für das Unterqueren von seit Jahren nicht mehr befahrenen Gleisen eine Erlaubnis notwendig ist, ist schon sehr kurios.

Trotz der nachvollziehbaren Gründe für die spätere Inbetriebnahme des neuen Glasfasernetzes: Etwas mehr Transparenz seitens des Unternehmens in Richtung der wartenden Kunden kann nicht schaden. Denn viele haben wegen erster Ankündigungen mit einer früheren Inbetriebnahme gerechnet. Wenn auch ein zu frühes Abschalten durch den Alt-Anbieter wie im geschilderten Fall aus Höfchen hoffentlich ein Einzelfall ist, sind die Betroffenen bestimmt froh über ein Update. Zumindest wissen sie jetzt, wann die ersten Anschlüsse aktiviert werden könnten.

Kommentar zu Verzögerungen bei Glasfaserausbau in Hermeskeil​
Foto: TV/Schramm, Johannes

c.weber@volksfreund.de