Meinung Entwicklung der Trierer Glockenstraße: Der Reiz der Nebenlage

Trier · Die Glockenstraße könnte ein gutes Vorbild für andere Straßen in der Altstadt sein, findet unser Redakteur – und erklärt, warum.

Bietet schon jetzt eine große Gaststätten-Auswahl:die Trierer Glockenstraße.

Bietet schon jetzt eine große Gaststätten-Auswahl:die Trierer Glockenstraße.

Foto: Roland Morgen

„Ich glaube, für die Glockenstraße beginnt ein neue, sehr positive Ära“, sagte der Trierer Unternehmer Peter Brommenschenkel im Sommer 2018, kurz nachdem er die Straße von seiner Dauerbaustelle befreit hatte. Sechseinhalb Jahre lang hatte es gedauert, das traditionsreiche, aber altersschwache Wirtshaus Zur Glocke in ein schmuckes Hotel-Restaurant zu verwandeln, mehr als die Hälfte der Zeit standen ein nerviger Bauzaun und ein Kran im Wege.

Und Brommenschenkel sollte recht behalten. Die Nebenlage zwischen Porta und Hauptmarkt hat sich zur hochattraktiven Seitenstraße gemausert. Vom grauen Entlein zum schönen Schwan. Und zu Triers Gastro-Hotspot. Aktuell fünf Gaststätten und ein Schnellimbiss auf einer Strecke von gerade mal hundert Metern, demnächst eröffnet ein weiteres Lokal. Dazu kommt ein guter Mix aus zum Teil alteingessenem Einzelhandel und Fachgeschäften. Das alles bewegt mutige und kreative Köpfe wie jüngst die Betreiber des Weingeschäfts Goldmund dazu, sich dort niederzulassen.

Die Glockenstraße nutzt ihr Potential, auch, weil Gastronomen und Geschäftsleute ein harmonisches Miteinader pflegen. Sie könnte ein Vorbild für andere Straßen der Trierer Fußgängerzone sein.

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