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Krisenkommunikation des Landes muss besser werden

Kommentar : Krisenkommunikation des Landes muss besser werden

Zumindest den Auftakt ins Corona-Krisenmanagent hat das Land vermasselt. Bis ins Wochenende hinein blieb unklar, ob das mündliche Abitur verschoben wird, für wen die Notfallversorgung an Schulen und Kitas gilt und ob Busse fahren.

In der Kommunikation gab es viele Widersprüche: Bildungsministerin Hubig ging Freitag davon aus, dass Schulbusse regulär fahren – kommunale Verkehrsverbünde stellten dagegen auf Ferienbetrieb um. Beim mündlichen Abi verschickte das Land noch um 16.58 Uhr eine Pressemitteilung, das mündliche Abi werde verschoben. Dabei läuft es nun doch in dieser Woche.

Keine Frage: Wir erleben mit dem Coronavirus einen Ausnahmezustand, in dem Fehler passieren dürfen, zumal die Landesregierung dem Vernehmen nach selber überrumpelt war von einem Medienbericht, der die Schließung von Schulen und Kitas angeblich schon rausposaunte, als das Kabinett noch an einem Plan tüftelte.

Trotzdem braucht es für Schüler, Eltern und Lehrer verlässliche Informationen, wie ihr Alltag weitergeht. Dass Hubig am Sonntag erneut vor die Presse trat, war ein guter erster Schritt. Es liegt nun an der Landesregierung, aus Fehlern zu lernen und die Krisenkommunikation deutlich zu verbessern Daran muss sich Hubig – und am Ende auch Malu Dreyer als Ministerpräsidentin – messen lassen.
f.schlecht@volksfreund.de