Kommentar: Lange genug verhandelt

Kommentar : Lange genug verhandelt

Ministerpräsidentin Dreyer hat recht: Es ist nicht nachvollziehbar, dass es in einem grenzenlosen Europa noch immer nicht möglich ist, dass bei Rettungseinsätzen grenzüberschreitende Hilfe zwischen Deutschland und Luxemburg möglich ist.

Seit Jahren ist das Problem bekannt, immer wieder heißt es, man arbeite an einer Lösung. Mal ist das im Vergleich zu Deutschland kaum professionalisierte Rettungswesen in Luxemburg der Grund, warum sich nichts tut. Nun sind es angeblich Vorgaben der Bundesregierung, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erschweren.

Während für Tausende Pendler und Luxemburger die Grenze faktisch nicht mehr existiert, dürfen Rettungswagen diese nicht überschreiten. Wenn es um schnelle Hilfe geht, wenn es um Leben und Tod geht, darf es keine bürokratischen Hemmnisse geben.

Beide Seiten haben nun lange genug Zeit gehabt, eine Lösung zu finden. Warum es die noch immer nicht gibt beim grenzüberschreitenden Rettungsdienst zwischen Deutschland und Luxemburg, während man mit Frankreich und Belgien längst entsprechende Abkommen geschlossen hat, ist völlig unverständlich.

Es darf nicht länger bei er Ankündigung bleiben, dass man das Thema beim nächsten Treffen wieder einmal ansprechen will.

Dreyer muss das nun zur Chefsache machen und schnellstmöglich auf kurzem Dienstweg mit Luxemburg eine Vereinbarung treffen. Nur so kann ihr Versprechen, sich für ein Europa der offenen Grenzen einzusetzen, auch mit Leben gefüllt werden.


b.wientjes@volksfreund.de

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