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Meinung
Wasser steht bis zum Hals

FOTO: TV / klaus Kimmling
Ein Kommentar zur schwachen Versorgung mit Schwimmunterricht in den Grundschulen. Von Florian Schlecht
Florian Schlecht

Geht es um die Versorgung von Grundschülern mit Schwimmunterricht, steht den Rheinland-Pfälzern das Wasser bis zum Hals. Zwar liegt es an Kommunen, ob sie Bäder unterhalten wollen. Doch Zahlen der Bertelsmann-Stiftung zeigen zugleich, dass Kommunen im Land überdurchschnittlich verschuldet sind und trotz allgemein guter Wirtschaftslage nicht aus ihrem Tief kommen.

Da liegt es bei den Kommunen nahe, den Rotstift bei Leistungen anzusetzen, die sie freiwillig erbringen – wie Schwimmbäder, die deutschlandweit Milliardendefizite abwerfen und schwer in die Jahre gekommen sind. So weit darf es nicht kommen. Land, Kommunen und Schulen müssen zügig eine ehrliche Bestandsaufnahme machen und ein Konzept erstellen, um Schwimmunterricht flächendeckend zu ermöglichen.

Zudem sollte die Landesregierung die Mahnungen nicht überhören, mehr in die Kommunen zu investieren. Beim umstrittenen kommunalen Finanzausgleich hat die Ampel die Chance, noch mal nachzulegen. Sie sollte die Gelegenheit nicht verstreichen lassen.

f.schlecht@volksfreund.de