1. Meinung

Städte sollten keine Weihnachtsbeleuchtung aufhängen - schlechte Vorbilder

Meinung : Contra Weihnachtsbeleuchtung: Städte als schlechte Vorbilder

Sollen Städte in Zeiten der Energiekrise weihnachtlich beleuchtet werden? Nein, findet unser Redakteur.

Die Diskussion, ob Städte ihre Weihnachtsbeleuchtung anschalten sollen, wird falsch geführt. Dabei geht es nicht um finanzielle Aspekte. Es geht um Zeichen. Aufwendiges Beleuchten der Innenstädte sendet ein falsches Symbol.

Denn: Private Weihnachtsbeleuchtung ist ein Stromfresser. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe verursachen die privaten „Beleuchtungsorgien“ pro Jahr einen Stromverbrauch von 600 Millionen Kilowattstunden. so viel wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht. Eine Zahl, bei der es jedem klar sein dürfte, dass man diese eindämmen muss.

Beleuchtet man nun die Städte, denken sich Bürger: Ach, wenn die das so machen, dann kann ich zu Hause mein bisschen ja auch aufhängen. Problem: Zahlreiche bisschen ergeben irgendwann vieles. Und vieles können wir uns aktuell nicht leisten. Also, Städte, seid ein Vorbild.

c.thome@volksfreund.de