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Mobilfunk: Verfahren dauern zu lange

Mobilfunk : Verfahren dauern zu lange

Wer die Berichterstattung über die Funklöcher am Hochmoselübergang verfolgt hat, wird von den Antworten  von Verkehrsminister Volker Wissing auf die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Alexander Licht kaum überrascht sein.

Schnelle Abhilfe des Problems ist nicht in Sicht. Drei Mobilfunkbetreiber wollen die Situation mit einem gutem Dutzend Anlagen verbessern. Mindestens zwei von ihnen sind derzeit genehmigt. Für andere werden noch Standorte gesucht. Die Hürden sind unterschiedlich: Es gibt Bedenken in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern. Möglicherweise wurden auch in den Unternehmen Fehler gemacht. Ganz klar ist aber, dass Genehmigungsverfahren in Deutschland viel zu lange dauern. Was in der Schweiz innerhalb von wenigen Monaten über die Bühne geht, dauert in Deutschland, und insbesondere in Rheinland-Pfalz Jahre.  Und das muss die Bevölkerung ausbaden. Dann nämlich, wenn die Rettungskräfte später als nötig alarmiert werden.

Doch kommen wir zu einem positiven Aspekt: Erfreulich ist die Tatsache, dass die Rettungskräfte inzwischen bei der Kommunikation beispielweise zwischen Feuerwehr und Rettungsleitstelle auf Digitalfunk zurückgreifen können. Und das das nach Angaben des Verkehrsministers  auf der Strecke zwischen Flughafen Hahn und Platten offenbar lückenlos funktioniert.

i.rosenschild@volksfreund.de