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Meinung: Was gegen die Krise hilft

Meinung : Was gegen die Krise hilft

Eigentlich hätte eine bundesweit erfolgreiche Trierer Band im Mai wieder spielen sollen, nach ewiger Pause: Love A, gebucht beim OxFest in Hamburg. Daraus wird nichts, das Festival wurde abgesagt. Das mag hier nicht die Welt bewegen – aber die Begründung werden viele Veranstalter in unserer Region nachvollziehen können.

In „Post-Corona“-Zeiten sei nichts mehr wie vorher: „Konzerte sind entweder ausverkauft (und waren das oft schon vor ein oder zwei Jahren), oder sie dümpeln in Sachen Vorverkauf vor sich hin.“ Bands, die früher locker größere Läden gefüllt hätten, bekämen nun selbst kleinere Clubs nicht mehr voll. 

Die Veranstaltungskalender sind wegen der vielen seit Anfang 2020 verlegten Events extrem voll. Die Auswahl ist riesig – und auch wer sich wegen Corona aktuell keine Sorgen macht, wird nicht jedes Konzert mitnehmen, das sie oder ihn interessiert: Es wird schließlich aktuell so ziemlich alles teurer. Für die Branche ist die Krise also längst nicht überwunden, selbst wenn ein weitgehend coronafreier Super-Sommer bevorstehen sollte. Sie ist nur nicht mehr so sichtbar. Wer es sich leisten kann, kann mit dem Besuch von Konzerten oder Theaterstücken viel Gutes tun. Nicht nur, um dabei zu helfen, auch in Zukunft einen bunten Kulturbetrieb zu behalten – sondern nicht zuletzt für sich selbst.

a.feichtner@volksfreund.de