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Meinung
Wie das Pfeifen im Walde

Rolf Seydewitz TV-Foto: Klaus Kimmling
Rolf Seydewitz TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus kimmling / TV
Trier. Es muss für die Hüter der kirchlichen Finanzen ziemlich frustrierend sein: Da verabschieden die Trierer Bistumsverantwortlichen ein Sparpaket nach dem anderen, und heraus kommt am Ende lediglich, dass im nächsten Haushalt ein weiteres Millionenloch klafft. Von Rolf Seydewitz

Kein Wunder, dass Generalvikar von Plettenberg und Finanzchefin Straus am Mittwoch mit ziemlich betrübter Miene das neue Zahlenwerk vorstellten. Alles wie immer – nur ein bisschen schlimmer noch.

Die Hoffnung: Wenn die Zinsen wieder anziehen, muss das Bistum weniger für Pensionsrückstellungen aufwenden. Das spart Millionen, sagen die bischöflichen Kämmerer. Es klingt wie das Pfeifen im Walde. Wenn die katholische Kirche wirklich Millionen sparen und den Haushalt dauerhaft entlasten will, muss sie ans Eingemachte ran: Schulen, Kindergärten, Personal. Das tut weh. Und wird einen neuen Sturm der Entrüstung hervorrufen.