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Meinung
Landarztquote: Trostpflaster für klaffende Wunden

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Kommentarfoto_Schlecht.pdf FOTO: TV / klaus Kimmling
Wer sich als Landarzt verpflichten will, weiß, was er tut. Daher ist das größte Problem der Landarztquote nicht die fällige Strafe beim Vertragsbruch. Deutlich schwerer wiegt die Verspätung, mit der Rheinland-Pfalz sich zu der Quote entschlossen hat. Von Florian Schlecht
Florian Schlecht

Wenn die ersten Studenten 2030 arbeiten, wird der Hausärztemangel schon seit vielen Jahren grassieren. Selbst wenn Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) in einem großen Paket in Telemedizin investiert und Medizinstudenten künftig praktische Teile ihrer Ausbildung in Trier bestreiten dürfen, braucht es weitere kreative Wege, um medizinische Versorgung auf dem Land zu sichern. Denn die Quote ist nur ein Trostpflaster auf schon lange klaffenden Wunden.

f.schlecht@volksfreund.de