Lesermeinung

Vernunft gefragt

Abfallwirtschaft Zu der vom ART Zweckverband bei Fließem geplanten Müllumladestation (TV vom 30./31. Mai) schreibt dieser Leser: Ja ,was ist da wieder speziell in der Planung, fragen sich die Bürger in den anliegenden Gemeinden. Müll-Verteilungsumschlags-Lagerplatz oder wie soll man das geplante Projekt nennen? Wird bei dieser Planung wirklich mit offenen Karten gespielt oder ist das, was den Bürgern präsentiert wurde, erst der Anfang einer fest geplanten Unternehmensstruktur in der Hausmüllwirtschaft? Es ist doch nur noch eine Frage der Zeit, wann das Projekt startet? Für mich überwiegen die negativen Aspekte dieses Projekts bei Weitem die positiven, so dass man nur hoffen kann, dass es nicht zum Grundstücksverkauf kommt und damit der Bau dieser Anlage möglich wird. Gut, man möchte den Wirtschaftspark in Fließem gerne erweitern und ist über jede Neuansiedlung erfreut. Das ist ja auch in erster Linie richtig und positiv, aber dabei sollte man auch bedenken, dass es keinen Sinn macht, um jeden Preis den Wirtschaftspark zu erweitern. Das sollte allen Verantwortlichen mal klar werden. Denn am Ende ist es doch so: Ist erst einmal der Grundstein gelegt für eine solche Müll-Umlade-Station, werden schon bald mit Sicherheit Erweiterungen und Vergrößerungen folgen. Da sollte sich niemand Illusionen hingeben und da nützen auch alle Versprechungen, die die Verantwortlichen jetzt geben, nichts. Es sind am Ende doch nur leere Versprechungen. So lief das zum Beispiel doch auch mit den Windkraftanlagen: zuerst sechs, dann zwölf Stück und mittlerweile ist die Menge an Windrädern nicht mehr zählbar. Sie sind wie Pilze aus dem Boden geschossen und zeigen in alle Himmelsrichtungen in der Eifel. Das Landschaftsbild in der schönen Eifelnatur ist dadurch schon getrübt und dazu wird der geplante Müll-Umschlagsplatz ebenfalls beitragen, wenn er erst mal steht – und dann immer größer wird. Der erste Eindruck für Menschen, die von Bitburg , Prüm oder Wittlicher Seite her an diesem Müll-Platz vorbeifahren, ist dann alles andere als einladend .Zudem zieht Hausmüll auch Tiere an, die dort Nahrung vermuten – und sich in den umliegenden Orten in Folge wohl vermehrt  ansiedeln werden. Dass es eine Firma geben muss, die sich mit dem Müllthema allgemein und speziell auch mit Hausmüll  befasst, steht außer Frage. Nur der gewählte Standort ist unakzeptabel für Mensch, Tier  und Landschaft. Es gibt mit Sicherheit weit bessere Standorte  für dieses spezielle Vorhaben, wo sich nicht so viele Bürger dran stoßen würden. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort sollten finanzielle Aspekte nicht im Vordergrund stehen, sondern die Vernunft. Es geht darum, die Eifellandschaft zu erhalten und nicht noch weiter zu belasten.   Werner Heinz, Sefferweich mehr