1. Meinung
  2. Leserbriefe

Fußball: 1:0 für Trier

Fußball : 1:0 für Trier

Zum Artikel „Die Kork-Säcke stehen schon bereit“ (TV vom 28. August) schreibt Dieter Wahlen:

Die EU wird in Zukunft Füllmaterialien, die Mikroplastik enthalten, verbieten. Neue Sportanlagen werden jetzt schon nur noch bei Verwendung von umweltfreundlichen Füllungen wie Kork gefördert. Sportbünde, Sport-Fachverbände und der Deutsche Städte- und Gemeindebund plädieren grundsätzlich dafür, jegliche Gesundheitseinschränkung durch Mikroplastik zu verhindern. Der Fußballverband Rheinland ist ebenfalls sensibilisiert und für Alternativen zu Gummigranulat-Füllungen auf Kunstrasenplätzen offen. Jeder ist sich über die Gefährlichkeit und die daraus resultierenden Gesundheits- und Umweltschäden im Klaren, nur die Stadt Trier lamentiert und verweist beim Einsatz von umweltfreundlichen Einfüll-Materialien auf etwaige Garantie- und Gewährleistungsansprüche bei bestehenden Sport- und Bolzplätzen. Sollten hier nicht andere, höherrangige Argumente bei den Verantwortlichen im Vordergrund stehen? Warum werden nicht jetzt schon die städtischen Kunstrasenplätze im Bedarfsfall, schon alleine aus Kostengründen, mit vorhandenem umweltfreundlichem Recycling- Korkgranulat nachgranuliert?

Hier könnte die Stadt Trier, die ja auch den Titel Fairtrade-Stadt trägt, eine bundesweit einmalige Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz ergreifen, wenn sie diesen einfachen Schritt weg von Kunststoffgranulat und hin zu umweltfreundlichen Recycling-Korkgranulat für notwendige Nachgranulierungen gehen würde. Eigentlich ist es doch so einfach, etwas für die Umwelt und die Gesundheit der Sportplatznutzer zu tun.

Es wäre wie im richtigen Fußball: Elfmeter, Tor, 1: 0 für Trier.

Dieter Wahlen, Trier