Abweisend

Zum Leserbrief "Ganz gewaltig im Ton vergriffen" (TV vom 5./6. Januar) erhielten wir diese Zuschrift:

Als Reinhard Marx zum Bischof von Trier berufen wurde, war das Bistum in keinen guten Zustand - ich erwähne nur die Bistumsfinanzen und die Doerfert-Affäre. Das wollen wir auch nicht bestreiten. Dass er zum Wohle des Bistums und für alle tragbare Lösungen gefunden hat, auch das wollen wir nicht verschweigen.Das kann aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Menschen im Bistum Trier einen Bischof zum Anfassen und zum Diskutieren gewünscht haben. Viele Menschen, die Bischof Reinhard Marx persönlich getroffen haben, empfanden ihn als arrogant und abweisend. Den Medien-Star Reinhard Marx kennt jeder, aber wo ist der Menschen-Fischer Marx, der mit dem "kleinen Mann" diskutiert über Glaube, Gott und Kirche, um sie für seine Ideen und Visionen von Glaube, Gott und Kirche zu gewinnen und sie dann auf seinem Weg mitzunehmen? Wo ist die Herzenswärme und Menschlichkeit, die man benötigt, um über diese Fragen diskutieren zu können?Durch die vielen Medien-Auftritte stellt sich die Frage: Tut er das für die Kirche, oder tut er das für die eigene Person? Schaut man genauer hin, so hat er beides miteinander verbunden, und wie seine Berufung nach München zeigt, hat seine Person in dieser Frage gewonnen. Dirk Tietze, St.Thomas katholische kirche