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Politik und Medien: Äußerst bedenklich

Politik und Medien : Äußerst bedenklich

Zum Artikel „Deutscher Journalistenverband: Mainzer Landesregierung gefährdet die Demokratie“ und zum Kommentar „Verkorkste Kommunikation“ (TV vom 6. Mai) schreibt Hans-Rudolf Krause:

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Zeit unsere Landesregierung hat, Dinge ins Leben zu rufen, welche die Welt nicht braucht!

Für die Beurteilung über die Arbeit der Landesregierung und der Politiker haben wir eine unabhängige Presse, die uns über unterschiedliche Analysen beziehungsweise  Meinungen informiert.

Wenn die rheinland-pfälzische  Regierung sich selbst, ihre Politik und ihre Arbeit darstellen will, geht das in Ordnung und wird ja ständig durch die einzelnen Abgeordneten publiziert. Ob diese Informationen allerdings objektiv oder richtig sind, das sollten andere beurteilen; dies können die Bürger selbst machen oder sich mit den Meinungen unterschiedlicher Medien sich ein Bild von diesen Arbeiten erstellen.

Volksfreund-Kommentator Florian Schlecht hat recht, wenn er kritisiert, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die den Vorsitz des Rundfunkkommission innehat, eine staatliche geförderte Meinungsinstitution einführen will – das halte ich auch für äußert bedenklich. Ich glaube, wo dies hinführt, sehen wir an der Visegrád-Gruppe Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn.

Ich hoffe, dass wir auf dieses Niveau in Rheinland-Pfalz nicht sinken.

Es sollte vielmehr der Landesregierung darauf ankommen, den Bürgern, insbesondere den Jugendlichen, zu vermitteln, wie wichtig es ist, mehrere Meinungen unterschiedlicher Medien anzusehen beziehungsweise zu lesen, um sich selbst eine Meinung bilden zu können. Hier ist in Bezug auf Social Media vor allen Dingen wichtig, darauf hinzuweisen, dass durch die Anzahl der „Likes“ eine Information nicht richtiger wird beziehungsweise der Wahrheit näherkommt!

Hans-Rudolf Krause, Trier-Ehrang