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Gesellschaft und Sprache: Alberne Tollheiten

Gesellschaft und Sprache : Alberne Tollheiten

Zum Leserbrief „Kühn kombiniert, urplötzlich mutiert“ (TV vom 20./21. Februar) schreibt Brigitte Bauer:

In vielen Ländern der Welt glauben Menschen, dass Männer die Krone der Schöpfung sind und auf Grund eines göttlichen oder natürlichen Rechts über die Frauen bestimmen dürfen. Sogar in Deutschland hat sich dieses falsche Denken noch nicht völlig verloren. Wir wissen, dass in besonders erfolgreichen Staaten die gleichberechtigte Rolle der Frauen selbstverständlich ist. Trotzdem ist es immer wieder nötig, jungen Menschen, männlichen und weiblichen, Frauen als Vorbilder zu zeigen (der Geschichtsunterricht hat auch dabei eine überragende Bedeutung): die kürzlich im Volksfreund vorgestellte Loretta von Starkenburg-Sponheim, ihre Zeitgenossin, die auch von Schiller im „Wilhelm Tell“ erwähnte Königin Agnes von Ungarn, natürlich Hildegard von Bingen, Marie Curie, Marion Gräfin Dönhoff, Sophie Scholl, Angela Merkel, Gesine Schwan, Michelle Obama ... Die Jugendlichen sollen erfahren, was Frauen früher geleistet haben wie auch in der Gegenwart. Braucht man da wirklich Gender-Sternchen, Schräg- und Unterstriche und andere Tollheiten, von denen ich mich veralbert fühle? Bin ich ohne die Erwähnung meines Geschlechtes (mein Vorname verrät es, ich bin eine Frau) nichts wert? Herr Jens Ossadnik, Ihr Leserbrief hat mir gut gefallen.

Brigitte Bauer, Kenn