Am Rand des Ruins

Zum umstrittenen Gesundheitsfonds:

Die sogenannten Gesundheitsreformen während der vergangenen Jahre haben letztendlich nur dazu geführt, dass bei weniger Leistungen den Versicherten noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wurde. Die jetzige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat durch ihre dilettantischen Reformen unser Gesundheitssystem vollends an den Rand des Ruins geführt. Ihre vollmundigen Versprechungen haben sich im Nichts aufgelöst, geblieben sind noch höhere Beiträge für weniger Leistung, Rentner zahlen für ein Krankengeld, das sie nie in Anspruch nehmen werden, die Ärzte werden durch überbordenden Bürokratismus von ihrer eigentlichen Tätigkeit abgehalten und medizinisch sinnvolle Präventionsmaßnahmen fallen den unsinnigen Sparvorstellungen der Ministerin zum Opfer.Als Gipfel des gesundheitspolitischen Wahnwitzes soll jetzt noch der Gesundheitsfonds eingeführt werden. Ein zusätzliches Bürokratiemonster, das noch mehr Beitragsmillionen für reinen Verwaltungsaufwand frisst. Geld, das der eigentlichen Bestimmung entzogen wird. Wenn schon Gesundheitsfonds, warum brauchen wir dann noch die 220 Krankenkassen und die zahlreichen Kassenärztlichen Vereinigungen? Wenn meine KFZ-Versicherung einen Schaden begleicht, zahlt sie auch direkt an die Reparaturwerkstatt und nimmt nicht den Umweg über Handwerkskammer und Innung. Natürlich ist Gesundheit ein höheres Gut als ein Auto, aber rechtfertigt dies eine millionenfache Geldverschwendung? Auch die populistischen Rattenfänger aus dem linken Spektrum unserer Politik, die sich jetzt wieder lautstark mit ihren sozialistischen Utopien melden, können unser Gesundheitssystem nicht nachhaltig reformieren. Statt leerer Versprechungen sind hier eindeutig Fachleute gefragt, die ohne politische Zwänge, resistent gegen die Pharma-Lobby und mit Blick über den Tellerrand ihre Aufgabe angehen müssen. Andere europäische Länder haben es uns vorgemacht, und die hatten zum Teil eine noch schlechtere Ausgangsbasis als in unserem Land. Ohne ideologische Brille wird der Blick meistens klarer und schärfer. Dieter Bergemann, Trier soziales