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Gesundheit: Anders ernähren, viel bewegen

Gesundheit : Anders ernähren, viel bewegen

Zum Leserbrief von Markus Hendle unter der Überschrift „Hilflos, lächerlich“ (TV vom 6./7. Februar) schreibt Dietlind Dörr:

Ach, wie spricht mir Herr Hendle aus der Seele. Ich vermisse Kampagnen für die Gesunderhaltung der Bevölkerung, etwa zur Stärkung der Abwehrkräfte: Vitamin D3 + Vitamin K2 in den Wintermonaten plus Zink, dazu B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren und Magnesium bei Bedarf – alles in ausreichender Tagesdosierung. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung – kein Fast Food oder Fertiggerichte – mit frischem Obst und Gemüse (möglichst schadstofffrei), wenig Fleisch – mehr Fisch und Geflügel, Vollkornprodukte, Nüsse und Saaten, wenig Zucker und keine Industriefette. Wichtig ist auch eine ausreichende, alkohol- und zuckerfreie Flüssigkeitszufuhr, gut über den Tag verteilt, möglichst der Verzicht auf Tabak und Alkohol und Bewegung an frischer Luft!

All das würde mehr bringen als alle „AHA“-Kampagnen und von Dauer sein! Dem Virus würde Angriffsfläche und Nährboden entzogen werden, denn es braucht einen schwachen Wirt. Aber dann käme gleich wieder das Geschrei der Nahrungsmittelindustrie wegen verlorengehender Arbeitsplätze. Statt dessen stellt sie Produkte her, die mit Farbstoffen, künstlichen Aromen, Konservierungsstoffen, viel Zucker und sonstigen Chemikalien angereichert sind und damit wiederum die Abwehrkräfte der Verbraucher dieser Produkte schädigen. Ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn jeder für sich selbst die Verantwortung für seine Ernährung und Gesundheit übernimmt und nicht an andere abgibt!

Auch in Pflegeeinrichtungen müsste das Prinzip einer guten Versorgung gelten – nicht von der Gewinnmaximierung der privaten Investoren abhängig.

Dietlind Dörr, Kordel