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Militär: Auf den Punkt gebracht

Militär : Auf den Punkt gebracht

Zum Leserbrief „Wie naiv muss man sein?!“ über den US-Militärflughafen Spangdahlem (TV vom 10. März) schreibt Rainer Krempel:

Endlich mal jemand, der die Situa­tion im Umfeld der Airbase passend beschreibt, anprangert und öffentlich macht. Ich stimme den Ausführungen von Diana Schilling in allen Punkten zu. Seit Jahren sind die Anwohner rund um den Flugplatz einer stetig wachsenden Lärmbelästigung ausgesetzt. Die angeblich so idyllische Eifel, mit ihren Anwohnern, leidet unter dieser Belastung und ist dieser schutz- und machtlos ausgesetzt. Das hat mit Lebensqualität nichts mehr zu tun. Wir werden seitens der Bundesregierung innerhalb des Klimaschutzprogramms im Gebäudeenergiegesetz angehalten, bis Ende 2025 unsere „veraltete Ölheizung“ gegen ein neues Öl-Brennwertgerät auszutauschen. Im Straßenverkehr sollen wir auf umweltfreundliche Antriebe (E-Autos) umsteigen, um unsere hoch gesteckten CO2-Ziele zu erreichen. Grundsätzlich befürworte ich diese Maßnahmen, aber ich muss mich trotzdem fragen: Was soll das? In unmittelbarer Nähe von uns, auf dem Militär­flughafen, werden täglich sinnlos CO2-Emissionen in die Luft geblasen. Weitere Umweltkatastrophen durch Flugzeugabstürze oder andere Unfälle, die öffentlich gemacht werden oder auch nicht, mal außer Betracht gelassen. Frage an unsere Volksvertreter, egal ob auf Bundes- oder Landesebene: Wo ist denn hier unser Umweltbewusstsein? Ich bin kein Sympathisant von Donald Trump und froh, dass er nicht mehr Präsident der USA ist. In Bezug auf die Airbase würde ich mir jedoch wünschen, er wäre weiter an der Macht. Dann hätte sich das Thema über kurz oder lang für uns erledigt.

Rainer Krempel, Pantenburg