Auf einmal geht's

Zur Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung nach der nuklearen Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima:

"Wir werden die Sicherheitsstandards unserer Atomkraftwerke einer strengen Prüfung unterziehen", säuselte die Kanzlerin wenige Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Jetzt schon? Das fragt sich der ratlose Bürger. Ist das wirklich alternativlos? Kann das denn nicht wie gewohnt der freiwilligen Selbstkontrolle der Energiezocker überlassen bleiben?

Nun, da sich die Katastrophe möglicherweise zum Super-Gau ausweitet, wird mit großem Getöse die gerade erst (von den AKW-Betreibern) beschlossene und von der Kanzlerin mit ihrer einer eigenen Meinung verlustig gegangenen Parlamentsmehrheit abgesegnete Verlängerung der gesetzlich festgeschriebenen Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke ausgesetzt. Wie das? Da haben die Energieriesen doch so schöne Verträge (vor)geschrieben, die dann als ausgehandelt ausgegeben worden sind, und die Kanzlerin kann die so einfach einseitig aussetzen, basta?

Diese Leute (Umweltministeriumserfüllungsgehilfen) werden aber ganz schön böse sein auf die Kanzlerin. Sie, die Kanzlerin, hat "neue Einsichten gewonnen" - o Wunder, die Frau ist neuen Einsichten zugänglich! Es gibt auf dieser Erde doch tatsächlich Erdbeben, Vulkanausbrüche und sonstige unvorhersehbare und unberechenbare Naturkatastrophen! Da muss sie doch schleunigst Handlungsfähigkeit demonstrieren, das ist alternativlos, denn es stehen ja "Schicksalswahlen" vor der Tür; da kann man nicht in gewohnter Manier abwarten - klappern - wegducken, sprich: AKW.

Christoph Wallenborn, Neroth



Atomdebatte

Auf einmal geht's

"Wir werden die Sicherheitsstandards unserer Atomkraftwerke einer strengen Prüfung unterziehen", säuselte die Kanzlerin wenige Tage nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan. Jetzt schon? Das fragt sich der ratlose Bürger. Ist das wirklich alternativlos? Kann das denn nicht wie gewohnt der freiwilligen Selbstkontrolle der Energiezocker überlassen bleiben? Nun, da sich die Katastrophe möglicherweise zum Super-Gau ausweitet, wird mit großem Getöse die gerade erst (von den AKW-Betreibern) beschlossene und von der Kanzlerin mit ihrer einer eigenen Meinung verlustig gegangenen Parlamentsmehrheit abgesegnete Verlängerung der gesetzlich festgeschriebenen Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke ausgesetzt. Wie das? Da haben die Energieriesen doch so schöne Verträge (vor)geschrieben, die dann als ausgehandelt ausgegeben worden sind, und die Kanzlerin kann die so einfach einseitig aussetzen, basta? Diese Leute (Umweltministeriumserfüllungsgehilfen) werden aber ganz schön böse sein auf die Kanzlerin. Sie, die Kanzlerin, hat "neue Einsichten gewonnen" - o Wunder, die Frau ist neuen Einsichten zugänglich! Es gibt auf dieser Erde doch tatsächlich Erdbeben, Vulkanausbrüche und sonstige unvorhersehbare und unberechenbare Naturkatastrophen! Da muss sie doch schleunigst Handlungsfähigkeit demonstrieren, das ist alternativlos, denn es stehen ja "Schicksalswahlen" vor der Tür; da kann man nicht in gewohnter Manier abwarten - klappern - wegducken, sprich: AKW. Christoph Wallenborn, Neroth