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Verkehr: Aufgewärmte Idee

Verkehr : Aufgewärmte Idee

Zum Artikel „Moped ab 15, Auto mit 16: Sind Jugendliche reif für die Straßen?“ (TV vom 21. Mai) schreibt Robert Goergen:

Dazu könnte man jetzt sagen: Und täglich grüßt das Murmeltier. Denn  solche Diskussionen zum Führerschein gab es schon früher. Wenn 15-Jährige zu jung sind, um mit Tempo 50 ein Moped fahren zu dürfen, dann sind über 75-Jährige zu alt, um ein Fahrzeug im öffentlichen Verkehr zu bewegen. Wer mit 15 Jahren ein Mofa mit 25 km/h fahren kann, der kann auch einen gedrosselten PKW fahren – und wäre  während der Fahrt besser vor dem Wetter geschützt. Man bedenke, dass 16-Jährige mit Mopeds fahren dürfen, die auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h kommen. Damit darf man sogar auf der Autobahn fahren. Aber besser, man macht es nicht, da man mit solch einem Fahrzeug bei einem Unfall immer der Verlierer wäre. Und dann traut man 15-Jährigen kein Tempo 50 zu?

Ich kannte eine junge Dame, die hat um das Jahr 1995 herum mit 16 Jahren ihren PKW-Führerschein gemacht. Mit diesem durfte sie die circa 20 Kilometer lange Strecke von ihrem Wohnort, einem Dorf östlich von Bitburg, zu ihrem Ausbildungsplatz, einem Hotel in einem Dorf westlich von Bitburg, fahren. Ohne Sondergenehmigung hätte sie die Ausbildung zur Hotelfachfrau nicht machen können.

Wichtig ist: Vor Beendigung des 18. Lebensjahrs gilt für alle Führerscheinanwärter und -besitzer die 0,0-Prozent-Alkohol-Regel. Egal ob Zwei- oder Vierrad-Fahrzeug; die zulässige Höchstgeschwindigkeit sollte das Richtmaß sein. Das Begleitete Fahren mit 17 könnte man meiner Meinung nach abschaffen.

Robert Goergen, Oberweis