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Politik: Beängstigende Aussichten

Politik : Beängstigende Aussichten

Zum Interview „,Merkel könnte es wie Helmut Kohl machen’“ mit dem Trierer Politikwissenschaftler Uwe Jun (TV vom 20./21. Oktober) schreibt Friedhelm Enser:

Das klingt aber beängstigend mit Blick auf die Parteienlandschaft. Es gibt eine zweite Reihe innerhalb der Unionsparteien , die sich bloß nicht traut, der Politik der Kanzlerin entgegenzutreten?

Das gibt mir als Wähler das Gefühl, dass Wahlen ad absurdum geführt werden. Nennen wir das Ganze doch einfach nur noch: Bestätigung im Amt!

Hatte man doch in weiten Teilen Deutschlands ganz lange.

Und das man einer Volkspartei wie der SPD gerade maximal drei Personen zutraut (Schulz, Scholz, Gabriel), die Arbeit von Nahles besser zu machen, spricht auch für sich. Der Nahles-Konkurrentin Simone Lange aus Flensburg traute man es wohl schlicht und ergreifend nicht zu.

Die Volksparteien brauchen also bloß jemanden an ihrer Spitze, der alle anderen mundtot macht. Das nennt man dann Demokratie. Toll.

Friedhelm Enser, Trier