Besser ausbilden, fördern, übernehmen

Zum Artikel "Gesucht wird: Jung, qualifiziert, flexibel" (TV vom 9. Juli):

Wenn ich das schon lese, dass das Durchschnittsalter der rheinland-pfälzischen Arbeitnehmer bei 43 Jahren liegt. Ja, wo leben wir denn? Ist diese Altersgruppe schon am Vergreisen? Das sind nämlich heute die Kriterien, die bei Stellenabbau von den Chefs gern genutzt werden. Nicht mehr jung, qualifiziert und flexibel genug. Mit 43 zu alt und ab 50 untragbar für den Betrieb. Aus diesem Grund fordert der Verwaltungsratschef der Bundesagentur für Arbeit, Peter Clever (Name bürgt nicht immer für Qualität), eine höhere Zuwanderungsrate für jüngere Osteuropäer, da bei uns gut ausgebildete, erfahrene Arbeitskräfte fehlen. Ja hoppla, warum fehlen die denn hier? Weil immer mehr Betriebe weniger ausbilden, und nach der Ausbildung heißt es für den Lehrling: danke, das war's. Übernommen werden doch heute nur noch wenige Ausgebildete. Hier liegt es in den Händen der Betriebe und Firmen, die jungen Leute weiter zu qualifizieren und im Betrieb zu halten. Doch da gibt es leider nur noch Zeitverträge und 400-Euro-Jobs, und damit will man die Menschen motivieren? Womöglich nur ein Praktikum anbieten mit viel Arbeit und fast keiner Bezahlung? Mein Rat: Liebe Betriebe, bildet besser aus, bietet Förderungen an und übernehmt eure Leute nach der Ausbildung. Dann brauchen wir keine jungen Osteuropäer, und damit senken wir unsere Arbeitslosenzahlen auf Dauer.

Margret Pfeiffer-Erdel, Trier

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