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Zum Leserbrief "Lasst frische Leute ans Werk" (TV vom 27./28. August):

Meinung

Lobhudelei statt kritischer Bestandsaufnahme
Als Vater von zwei Kindern und zehnjähriger Erfahrung in der Elternvertretung kann ich Frau Carvalho-Gomes nur aus vollem Herzen zustimmen. Dass die hier dargestellten Erfahrungen keine Einzelmeinung sind, sondern sich mit den Erfahrungen vieler anderer Eltern und Elternvertreter decken, zeigte ein Treffen mit Elternvertretern vieler Schulen aus dem Zuständigkeitsbereich des Regional elternbeirats Trier am 22. August unter Leitung des Regional-Elternbeiratssprechers. Die in der Presse primär festzustellende Lobhudelei zur Bildungssituation im Land deckt sich in keiner Weise mit den Erfahrungen an der Basis, wobei ich nicht verschweigen möchte, dass es auch eine Realschule Plus gab, wo es wirklich rund läuft. Hier treffen ein engagierter Schulelternbeirat mit einer sehr kooperativen Schulleitung und aufopferungsvolle Lehrkräfte zusammen. Viele gute Erfahrungen aus den Schulen sind dem lobenswerten Arbeitseifer zahlreicher engagierter Lehrer zu verdanken. Die strukturellen Bedingungen, unter denen diese guten Leute im System regelrecht verheizt werden, sind katastrophal. Um die Probleme in unseren Schulen näher zu analysieren, kann ich zurzeit nur empfehlen, dass sich interessierte Eltern - am besten gebündelt über ihre Schulelternsprecher - beim hiesigen Regionalelternbeirat mit Darstellung ihrer Probleme melden. Der Regionalelternsprecher Reiner Schladweiler hat eine Initiative in Gang gesetzt, die andere Elternvertreter ermutigen sollte, mitzuarbeiten. Es geht darum, Erfahrungen durch einen Informationsaustausch zu verarbeiten im Sinne eines optimierten Bildungsangebotes. Günter Grimbach, stellv. Schulelternsprecher Realschule Plus Konz, Wawern