Bildung

Zum Artikel "Rotstift in den Schulen" (TV vom 22. September):

Bereits im letzten Jahr trat die ehemalige Kultusministerin Doris Ahnen stolz vor die Presse, um mitzuteilen, dass nun endlich die Klassenmesszahlen auf 21 Schüler reduziert werden. Keine zwei Wochen später ruderte die neue Ministerin für Bildung wieder zurück. Es bleibe alles beim Alten. Nun sollen, nachdem 270 neue Lehrkräfte medienwirksam eingestellt wurden, wieder durch Sparmaßnahmen 310 Lehrerstellen wegfallen. Bildung als das höchste Gut (jeder Politiker schreibt sich das auf seine Parteifahne) wird hier mit Füßen getreten, meiner Meinung erfüllt dies sogar den Tatbestand der "Menschenrechtsverletzung". Was tun die Eltern? Wegen jeder Kleinigkeit "ungerechtfertigte Strafarbeiten" usw. laufen sie in die Schule. Wenn sie - die gesamte Elternschaft - von der politischen Führung dieses Landes immer wieder belogen und hintergangen werden, passiert gar nichts. Massen an Vertretungsstunden, Mitbeaufsichtigungen und ausgefallene Stunden scheinen wohl ganz normal zu sein, oder? Sind wir mittlerweile so abgestumpft, so liberal geworden, dass wir alles mit uns machen lassen? Nun werden wieder einige Leute sagen, "da beschwert sich wieder ein Lehrer". Mitnichten geht es um die Lehrer, sondern vor allen Dingen um die Ausbildung der Kinder, um deren Zukunft. Bildung als das höchste Gut? Geld scheint ja für alle möglichen sinnvollen und unsinnigen Maßnahmen vorhanden zu sein! Alles egal, oder? Werner Schulz, Konz

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