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Kommunalpolitik: Bitburg ist eben nicht Trier

Kommunalpolitik : Bitburg ist eben nicht Trier

Stadtrat Bitburg

Zu unserem Bericht „Kontroverse Debatte zu Parks und Parkplätzen“ (TV vom 20. April) schreibt diese Leserin:

Seit Monaten verfolge ich aufmerksam die gegensätzlichen Meinungen und Darstellungen von Geschäftsleuten, Stadtrats- und sonstigen Mitgliedern in den Ausschüssen zu vorgenanntem Thema. Wenn man nicht weiteres Aussterben von Geschäften im oberen Stadtbereich mitverantworten will, dürfen dort keine Parkplätze wegfallen, sondern im Gegenteil: Es müssten weitere geschaffen werden.

Es ist in Bitburg nicht wie in Trier, wo Besucher und Kunden von vornherein ein Parkhaus ansteuern. Im Bitburger Raum möchten (leider) die meisten mit dem Auto am liebsten vor der Tür des jeweiligen Geschäfts parken. Der beste Beweis dafür ist in der Saarstraße in Bitburg zu beobachten: Dort blüht die Geschäftswelt seit vielen Jahren regelrecht auf, weil überall genügend Parkraum zur Verfügung steht – und zwar auch noch kostenlos.

Davon unabhängig müsste etwas getan werden, damit die Dauerparker verschwinden. Darüber wird ständig diskutiert, aber leider wird nicht konsequent durchgegriffen. Sehr erstaunt war ich, im Artikel zu lesen, dass tatsächlich jemand die jetzige Zeit mit den 70er Jahren vergleicht. Die Fußgängerzone gibt es in Bitburg seit 40 Jahren! Damals war es einfach, sein Geschäft an Interessenten zu verpachten, heutzutage nicht mehr, weil sich die Zahl der Parkplatzsuchenden verzehnfacht hat.

In Bitburg gibt es genug Parks und Plätze, wo man sich gemütlich hinsetzen und verweilen kann. Diese vorhandenen Plätze nach und nach zu verschönern ist notwendig und richtig! Man sieht ja am Spittel, wie es funktionieren kann, ohne dass man rundherum die Parkplätze wegstreicht. Jeder Verlust von Parkplätzen kostet auch Besucher. Wo keine Parkplätze mehr sind, haben Geschäfte keine dauerhafte Überlebens-Chance.

Die Römermauer für Besucher besser sichtbar zu machen, war eines der Argumente, warum die Stadt auf Parkplätze verzichten soll. Das kann man auch anders sehen: Die Römermauer findet jeder wirklich Interessierte auch so beim Spaziergang durch Bitburg – vorausgesetzt, er fand einen Parkplatz in zumutbarer Entfernung.