Blanker Hass gegen alles Christliche

Blanker Hass gegen alles Christliche

Zum Artikel "Bitburger Kopten haben Angst vor Terror" (TV vom 5. Januar):

Dass selbst zu uns geflüchtete orientalische Christen durch islamistische Internet-Morddrohungen um ihr Leben fürchten müssen, ist unerträglich. Noch unerträglicher ist die recht verhaltene Regung vieler Gesellschaftskreise und Meinungsbildner, die ansonsten mit ihrer Empörung an vorderster Front stehen. Christen sind weltweit seit Jahren die am schärfsten und umfassendsten verfolgten Gläubigen. Das gilt nicht nur für totalitäre Regime wie Nordkorea, China oder Kuba. Es gilt vor allem auch für islamische Länder. Dass es selbst in einem Land wie der Türkei, das sich um den Beitritt zur EU bewirbt, in einigen Bevölkerungsgruppen blanken Hass gegen alles Christliche zu geben scheint, sollte die Europäer nachdenklich stimmen.

Der Weltverfolgungsindex 2010 der Organisation Open Doors zeigt, dass in fast allen islamischen Ländern Christen verfolgt oder diskriminiert werden. Das mag in vielen Fällen auch regionale, ethnische oder soziale Ursachen haben. Auffallend aber ist schon, dass islamische und totalitäre Grundmuster in Sachen Christentum so deckungsgleich agieren oder agieren lassen. Es bestätigt die Vermutung, dass es sich beim Islam auch um eine im Grund totalitäre und freiheitsfeindliche Religion handelt. Das zu sagen ist aber in Europa politisch unkorrekt.

Joachim Brück, Trier

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