Gesellschaft: Bravo, liebe Männer, nur weiter so ...

Gesellschaft : Bravo, liebe Männer, nur weiter so ...

Zum Artikel „Den Firmenchefs geht’s nicht schnell genug“ (TV vom 22. November) schreibt Dagmar Barzen:

Der Beitrag fordert mich einfach heraus. Und zwar als Frau. TV-Redakteur und Fotograf Heribert Waschbüsch hat die Szene richtig festgehalten. Das Podium ausschließlich männlich besetzt, die Unternehmer-Initiative ebenfalls. Klar, die Spitze der HWK Trier ist auch erst wieder fest in Männer-Hand zementiert worden. Und nun fordern Niewo, Billen & Co einen Masterplan und schnelle Ergebnisse.

Was wollen die Männer? Attraktiv soll der Eifelkreis sein, damit die Menschen hier bleiben. Bingo! Wie wäre es mal damit, nicht nur die Hälfte der Menschheit zu fragen, sondern gleichberechtigt einzubeziehen?

Auch im Eifelkreis gibt es taffe Frauen, die wissen, was gut für ihre Heimat ist und die klare Vorstellungen über ihre Zukunft formulieren. Was ist das für ein Selbstverständnis der Herren aus Wirtschaft und Politik!? Wo soll das hinführen? Haben diese Herren denn keine Töchter?

Als „Moselblümchen“ sind wir gern gesehen und bei der „Symphonie des Kleides“ ebenso. Ja, wir haben auch wieder eine Milchkönigin – hätte vielleicht auch mal zur Abwechslung ein junger Bauer machen können. Ach, was rege ich mich auf.

Sicherlich waren beim ersten großen Treffen der Unternehmer-Initiative in Bitburg schicke Vertreterinnen der Stadt zugegen, die den Herren beim Dialog mit Erfrischungsgetränken geholfen haben. Geht doch.

„Die großen Herausforderungen stemmen, es geht uns um die Region“, so Jan Niewodniczanski. Bravo. Viel Spaß liebe Männer, nur weiter so mit guten Ideen der Old Boys. Vom Club der Chefinnen haben die bestimmt noch nix gehört.

Dagmar Barzen, Reil