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Leserbriefe: Charakterlos und unsportlich

Leserbriefe : Charakterlos und unsportlich

Zum Artikel „Spektakuläre Schwalbe bleibt nicht ohne Folgen“ über den viel diskutierten ­theatralischen Sturz des Leverkusen-Trainers Heiko Herrlich im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (TV vom 22. Dezember) meinen Franz Bodem und Siegfried Skilwies:

Das unverschämte Verhalten von  Heiko Herrlich im Spiel gegen Gladbach war nicht dessen einzige denkwürdige Aktion. Im vorletzten Bundesligaspiel in Stuttgart erst war er wegen eines Flaschenwurfs vom Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt worden.

Als Spieler stand er in früheren Jahren bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Durch sein unsportliches und nicht vertragsgerechtes Verhalten erzwang er seinerzeit eine Vertragsauflösung und den Wechsel zu Borussia Dortmund.

Nach der jüngsten Aktion zu sagen, er habe keineswegs erreichen wollen, dass der Gladbacher Spieler Denis Zakaria eine Rote Karte erhält, ist die nächste Unverschämtheit und meines Erachtens eine Lüge. Jeder, der die Vorführung von Heiko Herrlich gesehen hat, weiß, dass er genau dieses erreichen wollte.

Vielleicht sind Schwalben ja auch Teil seines Trainingsprogramms bei Bayer Leverkusen?!

Ich meine, dass unsere Trainer  Vorbilder für die Spieler und vor allem für die Jugendlichen sein sollten.

Wenn der DFB jetzt eine längere Sperre gegen ihn verhängen würde, hätte Heiko Herrlich genügend Zeit, an seinem Verhalten zu arbeiten.

Franz Bodem, Wawern

Schwalben tief im Fluge – Gewitter kommt zum Zuge. Bevor es mit dem Donnerwetter losgeht folgende Anmerkung : Heiko Herrlich hat niemandem geschadet, außer vielleicht seinen eigenen Allerwertesten, und er hat sich unmittelbar danach für seine Tat entschuldigt.

Außerdem hat er mit dieser Aktion zur Erheiterung des Publikum beigetragen, somit einen Beitrag zur Gesundheit geleistet und die Lachmuskeln aktiviert.

Sicherlich dient diese Slapstick-Einlage ebenfalls der Inspiration verschiedener Männerballett-Gruppen für die Karnevalssession 2018. Ich denke, damit sollte man es gut sein lassen, denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Siegfried Skilwies, Pluwig