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Leserbriefe : Da muss man sich an den Kopf fassen

Leserbriefe : Da muss man sich an den Kopf fassen

Windkraft

Zu unseren Berichten „Verfahrensfehler könnte alles kippen“ (TV vom 2. April) „Der Windkraft fliegt die Zeit davon“ (TV vom 4. April) schreibt dieser Leser:

So nach und nach kommt die Wahrheit nun doch auch in der Zeitung auf den Tisch. Und ja, der Kommentar im TV kann nicht treffender sein, da „muss man sich an den Kopf fassen“. Um es ganz klar zu sagen: Hätte die Verbandsgemeinde (VG) Südeifel mitsamt VG-Rat, Planungsbüro und teuer bezahltem Anwalt von Anfang an nach Recht, Gesetz und Vorschrift ordnungsgemäß gearbeitet, hätte niemand eine Möglichkeit gehabt, gegen die Planungen anzugehen.

Wer nun aber bereits zum dritten Mal die Einwände öffentlicher Träger – vor allem den der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm – gelesen hat, weiß, dass der Flächennutzungsplan viele Angriffspunkte aufweist und deshalb wieder scheitern wird.

Schuld daran sind nicht etwa die Windkraftgegner, sondern Grund dieses Scheiterns sind hausgemachte Fehler. So fehlen unter anderem naturschutzfachliche Gutachten, andere sind fehlerhaft, veraltet oder werden auf die Einzelgenehmigungen verschoben. Hinzu kommt: Sichtfeldanalysen sind fragwürdig und der Anlagenschutzbereich des Drehfunkfeuers Nattenheim, den die Deutsche Flugsicherung einfordert, wird außer Acht gelassen.

Gestattet sei auch noch der Hinweis zum Einwand des Forstamtes: Das Forsteinrichtungswerk ist so eine Art Grundbuch. Wer dessen Niederschrift inhaltlich anzweifelt, nur weil ein einzelner Windradprojektierer meint, das besser zu wissen,  begibt sich auf dünnes Eis. Da muss man sich an den Kopf fassen – aber das hatte ich ja schon eingangs erwähnt.