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Gesundheit: Danke sagen, stark bleiben!

Gesundheit : Danke sagen, stark bleiben!

Zur Berichterstattung über die Corona-Krise schreiben Oliver Hoffmann und Uwe Gerhold:

Immer wieder höre ich Leute, die viel am Corona-Krisenmanagement zu kritisieren haben. Und in manchen Punkten gibt es auch berechtigte Kritik. Natürlich gibt es außer der Angst um die Gesundheit auch bei vielen die Angst um die Existenz. Um das, was sie sich vielleicht mühsam aufgebaut haben und was nun von der Pleite bedroht ist.

Die Kritik höre ich mir an und sage meine Meinung dazu, merke aber auch immer wieder, dass es einen Punkt gibt, an dem man innehalten und überlegen sollte, was alles funktioniert!

Ich danke allen Krisenmanagern auf Bundes,- Landes-, und Kreisebene, ich danke allen, die sich im ärztlichen und pflegerischen Bereich engagieren, und ich danke allen, die in den Supermärkten arbeiten, die für unsere Sicherheit und Ordnung sich abmühen und allen Fleißigen, die keiner sieht, weil sie im Hintergrund sich um einen funktionierenden Alltag in der Krise bemühen.

Ich bin froh und dankbar, dass es uns so gut geht in der Region Trier und in Deutschland, und dass wir keine Verhältnisse wie in einigen Nachbarländern haben, wo das Gesundheitssystem keine Verschnaufpause mehr hat. Dieses war das erste Ziel, und das haben wir alle zusammen erreicht.

Wir müssen weiterhin psychisch stark und diszipliniert bleiben, dann werden wir auch die folgenden Ziele meistern, und die angestrebten weiteren Öffnungen des öffentlichen Lebens und unserer Wirtschaft werden immer besser möglich sein.

Oliver Hoffmann, Salmtal

Über den Sinn oder Unsinn des selbstgenähten Mundschutzes lässt sich trefflich streiten. Zumindest verhindert er den unkontrollierten, weiten Tröpfchenausstoß beim Sprechen, Niesen, Husten.

Während meiner Studentenzeit, als höchst affiner Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs, habe ich mir häufig die Frage gestellt, besonders in der Schnupfenzeit, woher man eigentlich wisse, dass keine Tuberkelbakterien oder sonstige gefährlichen Erreger die Bevölkerung beeinträchtigen könnten, obwohl manchmal die halbe S-Bahn unkontrolliert stoßweise Tröpfchen verteilte.

Auf die Idee Mundschutz kam damals niemand. Ich auch nicht. Aber genau das haben Asiaten, besonders Japaner damals schon erkannt.

Ich hätte schon den Wunsch, diese Zwangsmaßnahme, dank Corona, auch in ungefährlicheren Zeiten fortzusetzen. Ein weiterer höchst positiver Effekt, der besonders unsere Vorbilder der Jugend (Fußballer aller Klassen), viele Jugendliche selbst ohne ausreichende Erziehung, endlich einschränkte, lässt sich auch noch erkennen. Das unsägliche Spucken und Rotzen mit und ohne Kaugummi auf sämtlichen Gehwegen, Fußgängerzonen, Fußballplätzen (Großaufnahme im Fernsehen, gerne gezeigt) hätte ein wunderbares Hindernis gefunden. Der Mundinhalt bliebe endlich beim Erzeuger.

Uwe Gerhold, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gelenberg